7jähriges Streifi in Außenhaltung immer noch wach - bedeutet das was?

      7jähriges Streifi in Außenhaltung immer noch wach - bedeutet das was?

      Hallo ihr Mit-Streifi-Liebhaber :)

      ich habe mich hier angemeldet, weil wir uns zunehmend Gedanken um unseren Fufu machen und ich hoffe, dass hier schon irgendwelche Erfahrungen in dieser Richtung vorhanden sind.

      Normalerweise verschwindet er im Oktober, einmal war er sogar schon im September weg. Nun ist es dieses Jahr ja sehr mild, aber da er auch schon mal im knackewarmen Altweibersommer verschwunden ist, mag das nicht gelten.
      Jetzt lag der erste Schnee ... und er hüpft immer noch rum und nimmt Futter und faltet Blätter. Zwar ist er nicht mehr so lange wach, wie im Sommer, aber immer noch ein paar Stunden.

      Er ist jetzt 7 Jahre alt und lebt seit 5 Jahren in einer ca 8x2x2m großen, möglichst naturbelassenen Außenvoliere ohne Schleuse. Sie hat keine Überdachung, was auch gewollt ist, damit der Boden durchspült, aber ein Haselnussbaum in der Voliere gibt ein natürliches Dach; die Voliere steht am Haus in einer windgeschützten Ecke und ist an zwei Seiten geschlossen. Auch Frost ist da nie sehr ausgeprägt - hier im Norden Deutschlands hält sich das ohnehin in Grenzen.

      Er hat zwei Erdhügel, in denen er ein Höhlensystem zu haben scheint, in dem er in den letzten Jahren unserer Meinung nach immer überwintert hat. Wirklich überprüfen können wir das nicht, zumal wir da nicht drauf rumrennen. möchten, damit wir ihm nicht sein Höhlen zerdeppern.
      Natürlich hat er noch ein künstliches, gedämmtes Schutzhaus inkl Nistkästen (so groß wie eine Hundehütte), welches er aber immer ignoriert hat. Zusätzlich hat er mehrer Kästen in der Voliere verteilt, die er allenfalls als Futterbunker nutzt.

      Er macht einen normalen, vitalen Eindruck. Aber auf sowas bin ich bei Nagern schon oft reingefallen. Er ist nicht scheu, man kann durch das Gitter mit ihm spielen, er frisst durchs Gitter auch aus der Hand (sofern das Angereichte denn genehm ist :rolleyes: ), wenn man drinnen ist kann es auch mal sein, dass er auf einem rumklettert - aber handzahm ist er nicht mal annähernd. An Einfangen ist nicht zu denken, zumal es so viele Äste und Zweige für ihn gibt, dass wir uns da kaum schnell bewegen können.

      Es ist unser erstes Streifi, insofern fehlt uns Erfahrung. Wir beobachten von Jahr zu Jahr Veränderungen, mal sammelt er mehr, mal weniger, mal herbstelt er, mal nicht. Dieses Frühjahr war er früh wach und war viel fitter als letztes Jahr, wo er ziemlich schwach aus dem Winterschlaf kam. Aber die Paarungszeit war weniger ausgeprägt bei ihm. Er wird vermutlich schon irgendwie alt.

      Unsere Gedanken:
      - ist er nicht mehr ganz gesund und "spürt", dass er den Winterschlaf nicht mehr übersteht?
      - ist was mit seinen Höhlen, dass er nicht schlafen gehen kann?
      - oder doch einfach nur das milde Wetter?

      Was können wir tun, wenn er nicht schlafen geht? Müssen wir ihn irgendwann (versuchen) reinzuholen? Dann müssten wir hier drinnen etwas vorbereiten. Wir haben nur eine Notvoliere, falls er mal krank wird. Aber für einen vitalen Fufu wäre die viel zu klein (ca 80*70*150cm). Wann sollten wir die Reißleine ziehen? Ist es problematisch ein an kühle Temperaturen gewöhntes Tier in geheizte Räume zu holen?

      Was könnten wir sonst noch tun?

      Dankeschön fürs Lesen!
      Wir freuen uns über jeden Rat und Gedanken dazu. :)
      Hallo Fufu,
      zunächst einmal herzlich Willkommen in der Hörnchenvilla.

      Vorab - ich habe keinerlei Erfahrung mit Außenhaltung. Allerdings bin ich der Meinung, dass nichts dagegen spricht, das Hörnchen draußen zu lassen, solange es einen gesunden und fitten Eindruck macht. Du schreibst ja, dass es isolierte Rückzugsmöglichkeiten gibt.

      Sieben Jahre ist ja auch ein stolzes Alter, aber hier gab es schon Hörnchen, die deutlich älter wurden.

      Unsere Hörnchen haben alle keinen Winterschlaf gehalten, aber die lebten auch drinnen. Es werden dir aber bestimmt noch andere User antworten, die damit mehr Erfahrung haben. :)
      Schöne Grüße von Eva und Martin aus Köln :hallo:

      Sid April 2006 - August 2008† Manny August 2008 - Juni 2009† Gina Frühjahr 2005 - Oktober 2011†

      Hi Maxemau,

      dankeschön für das Willkommen und deine Einschätzung :) .

      Ihn nicht einfangen zu müssen, würde allen Beteiligten sicherlich sehr entgegenkommen - nach so einer Aktion dürften Jäger wie Opfer sehr zerrupft aussehen. :box:

      Mir ist nicht wirklich klar, ob die Tiere die Kälte nur überstehen, WEIL sie in den Schlaf gehen. Ergo im wachen Zustand weniger Kälte vertragen.
      Von mir auch ein herzliches Willkommen Fufu ;)

      Das was du beschreibst ist wirklich alles vollkommen Normal für ein Hörnchendasein.. Auch unsere "Innenbewohner" verhalten sich nicht jedes Jahr gleich.. Es kann also schon da8 er durch die bis zuletzt milden Temperaturen nicht an Winterschlaf denkt.
      Herzliche Grüße
      Lupinchen
      ... wenn ich drüber nachdenke, wie überaschend heuer für mich die Adventszeit da ist, dann wundert mich nix...
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Sam, das Streifenhörnchen.
      Außerdem 4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 0.1 Katze, 3.1 Kaninchen, 0.4 Wachteln, 2.0 Rennmäuse


      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Willkommen Fufu :)

      Fufu schrieb:


      Mir ist nicht wirklich klar, ob die Tiere die Kälte nur überstehen, WEIL sie in den Schlaf gehen. Ergo im wachen Zustand weniger Kälte vertragen.


      Ganz so schwarz/ weiß ist der Winterschlaf ja nicht, dass sie die Kälte komplett verschlafen. Sie bräuchten ja keine Vorräte, wenn sie nicht immer wieder aufwachen würden, um davon zu fressen.
      Sie werden also, auch wenn sie Winterschlaf halten, alle paar Tage wach, verrichten die lebenswichtigen Tätigkeiten ( Futtern, Klo ..) und schlafen dann weiter.

      Also vertragen sie die Kälte, bis zu einem gewissen Grad, auch in wachem Zustand.

      Der Energiebedarf, wenn sie aber durchgehend wach wären, wäre extrem hoch. Deshalb ließ sich die Natur den Trick mit dem Winterschlaf einfallen. Um es einfach zu formulieren.
      :)

      Wenn Euer Hörnchen sich einfach nur anders verhält, als in anderen Jahren, ist dies sehr typisch für Hörnchen. So sind sie eben.

      Ob aber irgendwas an seinem Erdbau nicht in Ordnung ist, oder ähnliches, können wir natürlich auch nicht beurteilen.

      An Deiner Beschreibung kann ich aber spontan nichts besorgniserregendes entdecken. Ich würde ihn also auch draußen lassen.
      Der Kleine wird sich sicherlich zurückziehen, gerade jetzt, wo es kälter wird.