Faras dickes Bäuchlein - Uterus-Entzündung

      Faras dickes Bäuchlein - Uterus-Entzündung

      Unsere kleine Dame hat es nicht leicht. Nach ihrem ersten Winter hat Fara ein dickes Bäuchlein entwickelt. Erst dachten wir, unser Lieschen hat zu viel auf den Rippen, aber es sah doch ein bisschen seltsam aus. Heute war ich mit ihr beim Tierarzt und laut dieser hat Fara eine Uterus-Entzündung, Die TA meinte, das Antibiotika nicht helfen würden und es neben der risikoreichen Entfernung des Uterus keine anderen Möglichkeiten gibt. Sie hat mir ein entzündungshemmendes Medikament für Fara mitgegeben, aber ansonsten konnte sie nichts weiter machen oder mir überhaupt sagen.
      Meine Frage ist nun, ob irgendjemand damit Erfahrungen hat und mir genauere Infos geben kann. Gibt es irgendwelche Mittel auf natürlicher Basis, die irgendwie die Entzündung in Grenzen halten können? Die TA war der Meinung, das es nicht heilbar ist - ich habe keine Erfahrung mit solch einer Erkrankung und kann deswegen gar nicht einschätzen, was ich nun mit meinem Mäuschen machen soll :(
      Hallo Berrii,

      Das ist ja blöd mit deiner Kleinen ...

      Also ich kann mir nicht vorstellen warum ein Antibiotikum nicht helfen soll ?
      Der Tierarzt kann das doch nicht einfach so sagen, vorallem wenn man es nicht einmal versucht ???

      Ich kenne das Entfernen nur wenn es eine wiederkehrende Entzündung ist ...

      Hat sie denn sonstige Symptome einer solchen Entzündung ?
      Ausfluss oder einen verklebtes Fell an der Scheidenöffnung ?

      Viell solltest du nochmals zu einem anderen Tierarzt gehen und dir eine zweite Meinung einholen


      Ich drücke der Kleinen die Daumen das man die Entzündung ohne Op in Griff bekommt und sie wieder gesund wird.
      <3 Mogli - immer in meinem Herzen <3

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      Ich kann mich dem nur anschließen. Warum sollten Medikamente ausgerechnet in diesem Fall nicht eingesetzt werden können und helfen ?( Da würde ich mir auch eine andere Meinung einholen. Gibt es in der Nähe eine Tierklinik? Vielleicht wärst du da besser aufgehoben.

      Wo wohnst du denn? Vielleicht kann dir jemand was empfehlen.
      Schöne Grüße von Eva und Martin aus Köln :hallo:

      Sid April 2006 - August 2008† Manny August 2008 - Juni 2009† Gina Frühjahr 2005 - Oktober 2011†

      Das war eine Tierklinik :(
      Ist in Oldenburg DIE Tierklinik, die sind auch die Notfallambulanz für Tiere... Alle anderen in meiner Umgebung machen keinen guten Eindruck auf mich, das sind so kleine 0815 Tierkliniken, die nur auf Katzen und Hunde ausgerichtet sind :/
      Daher weiß ich auch nicht genau, wo ich eine zweite Meinung einholen könnte... Ich hab für Streifie letztes Jahr bei dem TA in Leer angerufen, und telefonisch auch ne Beratung bekommen, da ich nicht hinfahren konnte. Das kann ich noch machen, aber da wird morgen wohl keiner sein X(
      Dann würde ich mal bei dem Tierarzt in Leer anrufen und bei dem fragen was er machen würde ... viell hat er ja ein Notfall Telefon ?

      Oder du gehst nochmal in die Klinik und verlangst eine Antibiotika - Therapie

      Aber so lassen kann mans auf alle Fälle nich, sonst bekommt man die Entzündung wirklich nemme in Griff :/
      <3 Mogli - immer in meinem Herzen <3
      Oje, Gute Besserung... :(
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Attila, das Streifenhörnchen.
      Außerdem 4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 0.1 Katze, 3.1 Kaninchen, 1.6 Wachteln, 2.0 Rennmäuse


      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Das klingt ja nicht so gut...
      Wie ist der Tierarzt eigentlich zu der Diagnose Gebärmutterentzündung gekommen? Ist ja was ziemlich Spezielles...
      Was die OP betrifft, so kenn ich es auch aus dem Rattenforum so (wo die Berichte nicht so selten sind), dass bei jungen und gesunden Tieren dazu geraten wird. Typische Medikamente mögen erstmal helfen: AB, Entzündungshemmer, wirksames Schmerzmittel sind der Standard-Cocktail. Damit wird aber die Neigung zu dieser Erkrankung nicht behoben (z. B. eine Hormonstörung). Also tritt extrem oft wieder eine Entzündung auf, erkennbar an der Schwellung und dem Verhalten (bei der geschlossenen Variante) oder am eitrig-blutigem, stinkenden Ausfluss (bei der offenen). Jeder Rückfall ist aufs Neue ein hohes Risiko für das Tier, da die Bakterien bzw. ihre Giftstoffe sich ausbreiten können. Oft sind die Nieren betroffen, sodass mehr getrunken und gepinkelt wird. Es kann zur Leberschädigung kommen, Blutvergiftung und Schock. Dann sind die Chancen für das Tier wirklich schlecht.

      Natürlich birgt auch eine OP ein Risiko und sollte nie leichtfertig durchgeführt werden. Es ist ein großer Eingriff und zu den typischen Risiko mit Blutverlust und Narkose kommt speziell noch das Hantieren mit entzündlichem Gewebe und Flüssigkeiten hinzu, die unbeabsicht verteilt werden können. Aber letztendlich ist es aber die einzige Chance auf 100%ige Heilung der Gebärmutterentzündung. Vorteil außerdem: Bei einer Fehldiagnose könnte man so auch einen Tumor entfernen.

      Immerhin kriegt deine Kleine schon Entzündungshemmer (reine Entzündungshemmer oder ein entzündungshemmendes Antibiotikum?). Es ist gut, dass du dich ordentlich beraten lassen willst. Aber auf jeden Fall sollte eine umfassende Behandlung schnell erfolgen, egal, für welche Variante du dich entscheidest. Es muss auch kein Streifi-erfahrener Tierarzt sein... Hauptsache einer, der Erfahrung und Know-How mit kleinen Nagern hat, sie Ernst nimmt und idealerweise schon ein paar Fälle mit der gleichen Diagnose hatte. Die besagte Tierklinik, in der du warst, klang da schon mal ganz gut.

      Unsere Daumen sind ganz doll gedrückt!
      Liebe Grüße
      Chibi
      Hab nochmal bei einer anderen TA angerufen, die sagte, der Grund, warum die andere TA keine Antibiotika verschrieben hat, ist das die Entzündung geschlossen ist und nicht durch Bakterien ausgelöst wurde und sie auch wenig Sinn darin sieht, AB zu geben :(
      Fara hat auch heute ihr Bäuchlein, ist etwas aufgeplustert und wirkt etwas langsamer, turnt aber durchs Wohnzimmer und plündert grade die Kiste mit Nüssen. Meine Schwiegermama hat mir Tee gegeben, der Entwässern soll, ist eine Granatapfel-Pfirsich-Mischung. Ob das hilfreich ist bei der Wassereinlagerung, die Fara laut der TA im Uterus hat? Zudem meinte meine Schwiegerma, ich solle vllt homöopatische Entzündungshemmer/Antibiotiker probieren, es gäbe Schüssler Salze mit solch einer Wirkung und natürlich noch andere Tees.
      Hat jemand Erfahrung damit oder würdet ihr davon abraten?
      Eine Entzündung kann schon nicht nur durch Bakterien ausgelöst werden:

      "Jeder das physiologische Maß übersteigende Reiz kann eine Entzündung auslösen, insbesondere gilt dies für physikalische Reize wie mechanische Reize (z. B. Druck, Reibung,Verletzung oder Fremdkörper, z. B.Stoffwechselprodukte wie Harnsäurekristalle), thermisch (z. B. Wärme, Kälte), Strahlung (UV, Infrarot, ionisierende Strahlung), chemische Reize (reizende und gesundheitsschädliche Stoffe wie z. B. Säuren, Laugen, Toxine, entgleiste Enzyme, wie z. B. bei der akutenPankreatitis), Allergene und Autoallergene(z. B. bei rheumatischen oderAutoimmunkrankheiten) oder Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze,Parasiten)."
      (Quelle: Wikipedia, allerdings auf den Menschen bezogen, wobei bei Tieren auch das ein oder andere zutreffen kann)

      Antibiotikum wirkt nur wenn es sich um Bakterien handelt ...
      Ich kenn mich mit homöopatischen Mittel nicht aus, aber ich wäre vorsichtig damit.
      Für mich ist das iwie, ohne jm angreifen zu wollen, Hokus Pokus ...
      Schulmedizin kann man nachweisen und es zeigt Wirkung :)

      Vielleicht sollte man den Schritt der Entfernung doch wagen, bevor man dem Hörnchen nicht mehr helfen kann ...
      <3 Mogli - immer in meinem Herzen <3

      Chibi schrieb:

      Wie ist der Tierarzt eigentlich zu der Diagnose Gebärmutterentzündung gekommen? Ist ja was ziemlich Spezielles...

      Das ist schon ne wichtige Frage... was für Untersuchungen gab es da? Wieso war sich der TA so sicher?

      Berrii schrieb:

      Hab nochmal bei einer anderen TA angerufen, die sagte, der Grund, warum die andere TA keine Antibiotika verschrieben hat, ist das die Entzündung geschlossen ist und nicht durch Bakterien ausgelöst wurde und sie auch wenig Sinn darin sieht, AB zu geben :(

      Bakterien sind der mit Abstand häufigste Grund, besonders E. coli neben anderen, die sich sowieso in der Vagina befinden. Man kann auch anhand "geöffnet vs. geschlossen" nicht unterscheiden, was die Ursache war. Wichtig ist bei einer geschlossenen Form zu wissen, dass sie kritischer als die offene ist. Denn...

      Berrii schrieb:

      Fara hat auch heute ihr Bäuchlein, ist etwas aufgeplustert und wirkt etwas langsamer, turnt aber durchs Wohnzimmer und plündert grade die Kiste mit Nüssen. Meine Schwiegermama hat mir Tee gegeben, der Entwässern soll, ist eine Granatapfel-Pfirsich-Mischung. Ob das hilfreich ist bei der Wassereinlagerung, die Fara laut der TA im Uterus hat?

      ... was sich da sammelt, ist Eiter. Weil die Niere betroffen sein kann, ist es eher angeraten, Infusionen zu geben als es noch mit etwas Entwässernden weiter reinzureißen.

      Berrii schrieb:

      Zudem meinte meine Schwiegerma, ich solle vllt homöopatische Entzündungshemmer/Antibiotiker probieren, es gäbe Schüssler Salze mit solch einer Wirkung und natürlich noch andere Tees.
      Hat jemand Erfahrung damit oder würdet ihr davon abraten?

      Deiner Schwiegermutter mangelt es vielleicht an Empathie. Wenn ihr Bauch megaaufgetrieben wäre (mal fürs Verhältnis - hier ein Foto einer normalen im Vergleich mit einer entzündeten Rattengebärmutter), sie extreme Schmerzen hätte und jederzeit mit Schock oder Blutvergiftung umfallen oder ihre Gebärmutter aufreißen könnte... dann gib ihr mal nen Tee, tätschle ihre Hand und sage "das wird schon". Mal gucken, wie gut behandelt sie sich dann fühlt.

      Kurz gesagt - sollte die Diagnose vom ersten TA stimmen, dann ist es ernst und muss dringend professionell behandelt werden. Wenn Zweifel bestehen, solltet ihr die Kleine nochmal untersuchen lassen, am besten in einer gut ausgestatteten Tierklinik.

      Edit Entzündungsursachen: Die beschriebenen Ursachen von Wiki sind ja ziemlich allgemein und sicher generell richtig. Aber da es sich um die Gebärmutter handelt, kann man die meisten Sachen ausschließen (Strahlung / Licht, Allergene, Harnsteine, Chemikalien, mechanische Einwirkungen wie Reibung/Druck/Fremdkörper, Temperatur). Bakterien sind sowieso "in der Nachbarschaft" und deswegen ist halt vor allem E. coli die Standardursache. Bei Viren wäre schon wieder die Frage nach Infektionswegen.
      Liebe Grüße
      Chibi

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      Die TA hatte Fara nur abgetastet, meinte aber, das sie es auch von anderen Tieren so kennt, sie sagte selbst, das sie zwar noch nie ein Streifenhörnchen untersucht hat, aber dennoch ja wisse, wie sich eine Gebärmutter beim Abtasten anfühlt. Zudem meinte sie, das es keine andere Erklärung gäbe.. So kam sie zu dieser Diagnose

      Ich finde es nicht richtig, meiner Schwiegerma mangelnde Empathie zu unterstellen, Sie hat sich darüber Gedanken gemacht, was noch eine Möglichkeit wäre, da die TA kein Antibiotika verschrieben hat.

      Ich gebe Fara ja das Schmerzmittel, das auch Entzündungshemmer enthält, ich sagte ja nicht, das ich die empfohlene Behandlung der TA nicht durchführe. Bei der OP habe ich große Angst, das Fara das nicht überleben würde, so hat sich die TA auch ausgedrückt, das die Chancen für Fara ziemlich gering wären, das zu überleben. Sie ist noch gut bei uns im Wohnzimmer unterwegs und knabbert ihre Nüsschen. Ich möchte sie nicht durch eine risikoreiche OP verlieren, wenn sie so noch eine ungewisse Zeit ihr Leben genießen kann.
      Für mich stellt sich die Frage, was ich noch für Fara tun kann, um sie zu unterstützen, dass sie schmerzfrei noch eine ungewisse, qualitativ gute Lebenszeit hat. Ob es Mittel gibt, die dafür sorgen, das Entzündungen gehemmt werden, langsamer verlaufen usw.

      Zudem basieren alle heutigen Medikamente auf pflanzliche Vorreiter - sie sind zwar chemisch noch effektiver, aber es gibt ja immer das pflanzliche Beispiel, daher finde ich solche natürlichen Medis nicht als Hokus Pokus, sondern als Alternative.
      nicht angegriffen fühlen wir meinens alle nur gut mit Dir und der kleinen Fara ;)
      hast Du metacam bekommen? Das ist ja der meist gegebene Entzündungshemmer?
      Also...aus eigenen Erfahrung: so´ne Entzündung des Uterus schmerzt so richtig und die kleinen Mäuse rennen trotz Schmerzen rum, mitunter merkt man ihnen wirklich nix an
      Ich habs irgendwie nicht so richtig verstanden, wieso es bei einer Entzündung kein AB gibt natürlich bin ich kein TA sondern nur VMTA...
      :ratlos2:
      dachte ich mir - beides ;)
      ich würde es nur so gern verstehen ?( auch wenn´s nervt...ne Entzündung kommt allermeist durch irgendwelche Bakterien, gerade in unseren Gebärmüttern - leuchtet ja auch ein, da ja fix Keime über die Vagina hochwandern. Was sollte es sonst für eine Entzündung sein? Steh da echt auf der Leitung.
      Hat sie Ausfluß?

      Berrii schrieb:

      Die TA hatte Fara nur abgetastet, meinte aber, das sie es auch von anderen Tieren so kennt, sie sagte selbst, das sie zwar noch nie ein Streifenhörnchen untersucht hat, aber dennoch ja wisse, wie sich eine Gebärmutter beim Abtasten anfühlt.


      Erfahrene Tierärzte können beim Abtasten echt schon viel erkennen. Noch sicherer ist ein Ultraschall / Röntgen, wobei es vor einer OP auch oft weggelassen wird, weil auch Tumore dann im Notfall gleich entfernt werden können. Wenn man es rein medikamentös aufziehen will, wäre es aber gut, sich abzusichern.

      Berrii schrieb:

      Ich finde es nicht richtig, meiner Schwiegerma mangelnde Empathie zu unterstellen, Sie hat sich darüber Gedanken gemacht, was noch eine Möglichkeit wäre, da die TA kein Antibiotika verschrieben hat.


      Es ging mir nicht darum, jemanden zu beleidigen, sondern euch aufzurütteln. Streifis neigen im Gegensatz zu uns Menschen nicht zu Jammern und verstecken viele Probleme so gut wie möglich. Aber nur weil sie die Zähne zusammenbeißen, heißt das nicht, dass es ihnen gut geht. Natürlich wollen wir als Halter den Organismus des Tieres immer wenig belasten, aber wir müssen es auch lernen, einzuschätzen, wann die Zeit für die "Keule" gekommen ist. Und dabei hilft halt, sich zu genau zu überlegen, was gerade im Körper des Haustiers vor sich geht, wie es sich dabei fühlt (auch wenn es das nicht zeigt) und was für Konsequenzen absehbar sind.

      Berrii schrieb:

      Ich gebe Fara ja das Schmerzmittel, das auch Entzündungshemmer enthält, ich sagte ja nicht, das ich die empfohlene Behandlung der TA nicht durchführe. Bei der OP habe ich große Angst, das Fara das nicht überleben würde, so hat sich die TA auch ausgedrückt, das die Chancen für Fara ziemlich gering wären, das zu überleben.


      Es ist gut, dass sie ein entzündungshemmendes Schmerzmittel bekommt. Und gut, dass die TÄ ehrlich die Risiken einer OP klären. Wenn sie trotzdem aber dazu raten, sagt das doch einiges darüber aus, wie sie die Risiken einschätzen, wenn die OP nicht erfolgt.
      Wenn es einmal soweit ist, dass sich die Entzündung und Gifte ausgebreitet haben, stehen die Chancen so oder so mies. Vor allem ist die Wahrscheinlichkeit halt auch hoch, dass das Problem wieder kommt. Und jedes Mal gibt es wieder die gleichen gruseligen Risiken, immer wieder Todesgefahr...
      Ich verstehe, dass es wahnsinnig schwer ist, als Halter die Entscheidung zu treffen, wenn es der Kleinen augenscheinlich ganz gut geht. Da hilft nur informieren, Studien lesen und erfahrene Tierärzte befragen (und leider dabei auch immer die drängende Zeit im Auge behalten - zumindest die volle medikamentöse Behandlung inklusive Antibiotikum sollte schon parallel erfolgen).

      Berrii schrieb:

      Für mich stellt sich die Frage, was ich noch für Fara tun kann, um sie zu unterstützen, dass sie schmerzfrei noch eine ungewisse, qualitativ gute Lebenszeit hat. Ob es Mittel gibt, die dafür sorgen, das Entzündungen gehemmt werden, langsamer verlaufen usw.


      Klar gibt es viele ganz gute entzündungshemmende Mittel. Über die Lebensqualität wird man aber nur vorsichtige Aussagen treffen können. Und wenn die Schmerzen so fies sind, dass die Medikamente entweder zu schwach sind oder das Tier dauerhaft zugedröhnt ist... oder ständig die Gefahr droht, dass ein lebensbedrohlicher Schock oder eine Sepsis eintritt...

      Berrii schrieb:

      Zudem basieren alle heutigen Medikamente auf pflanzliche Vorreiter - sie sind zwar chemisch noch effektiver, aber es gibt ja immer das pflanzliche Beispiel, daher finde ich solche natürlichen Medis nicht als Hokus Pokus, sondern als Alternative.


      Niemand sagt etwas gegen Heilpflanzen, wirklich nicht. Aber oft werden "alternative Heilverfahren" wie Homöopathie mit Naturheilkunde verwechselt. Bei Naturheilkunde benutzt man Stoffe aus Pflanzen einer erwiesenermaßen wirksamen Spezies in einer Menge, die groß genug für eine Wirkung ist. Homöopathie nutzt Stoffe (z. B. neben vielen unwirksamen Pflanzen auch Schwermetalle, krankhaftes Gewebe wie tuberkulöse Hoden usw.), die in hohen Konzentrationen gerade die zu behandelten Symptome auslösen, und dann werden die bis zur Unkenntlichkeit verdünnt und im Großen und Ganzen nur noch Wasser / Alkohol / Zucker verabreicht.

      Letztendlich sollte man, unabhängig von jeglichen Geisteshaltungen, einfach dem Medikament mit der effizientesten Wirkung vertrauen. Wenn ich zum Beispiel Weidenrinde bzw. die darin enthaltene Salicylsäure gut vertrage, dann ist das ein super Schmerzmittel. Wenn mein Magen mir dann Probleme macht und ich auf die etwas verträglichere acetylierte Form des gleichen Stoffs (Aspirin) zurückgreife, auch gut. Es hat auch niemand was dagegen, wenn einer an sich selbst gern alternative Therapien ausprobiert oder es gleich ganz ohne was Einzunehmen sondern lieber mit Meditation versuchen will. Man erkennt an sich selbst auch leicht, wenn es nicht funktioniert.


      Für unsere Tiere haben wir eine große Verantwortung, weil es um Lebewesen geht, die sich nicht selbst äußern können und auf uns angewiesen sind. In einem solchen Fall, wenn eine kritische Diagnose gestellt wird, sollte man sich als Besitzer also an die "Keule" trauen und zumindest lieber einmal AB zuviel als zuwenig geben. Und über die in Frage stehende OP wenigstens eingehend nachdenken. Letztendlich muss jeder Halter über die Behandlung selbst entscheiden, auch wenn es schwer ist. Wir können nur versuchen, Infos zu liefern, dir zeigen, dass du mit deinen Ängsten und Problemen nicht allein bist und kräftig Daumen drücken...
      Liebe Grüße
      Chibi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Chibi“ ()

      Die TA sagte selbst, das sie eine OP nur wagen würde, wenn ich unbedingt darauf bestehen würde, sie selbst hat davon eher abgeraten, daher betrachte ich das nur als Möglichkeit im Grenzfall.

      Ausfluss hat sie keinen.

      Ich will sie nicht so lange wie möglich am Leben erhalten, sondern ihr schon ein qualitativ gutes Leben bieten - würde es schlimmer werden, würde ich auch zu drastischeren Mitteln greifen.

      Mit meinem großen Bruder habe ich mein ganzes Leben lang ja Erfahrungen gemacht, was Medis und das Hin und Her zwischen Leben mit und ohne Schmerzen angeht, daher möchte ich nicht einfach so eine große Entscheidung wie eine OP so schnell treffen, solange ds ganze noch auf einem niedrigen Level ist.

      @Chibi
      Hatte eines deiner Hörnchen schonmal eine Nakose? Wenn ja, wie waren da deine Erfahrungen mit dem Verkraften des Mittels?