Faras dickes Bäuchlein - Uterus-Entzündung

      Was sind denn dann die Optionen seitens des TA?
      OP wird abgeraten
      Schmerzmittel mit Entzündungshemmer wird gegeben, aber kein AB, weil das nicht wirken solle

      Was hat sie denn dann gesagt, wie es wieder werden kann? Was war da die Prognose?

      Drücke euch auf jeden Fall die Daumen!
      "On a sailing ship to nowhere, leaving any place..."
      (Yes)
      Ich finde das auch komisch, dass die TÄ das so sieht. Wobei, du hast mehrere gefragt, und das mit dem tendenziell Abraten von der OP kam von der Zweiten? Und die Erste vom Anfang des Threads meinte, es gäbe keine richtigen Alternativen zur OP? ?(
      Klar ist das schwierig für dich. Vielleicht fragst du telefonisch noch einmal in einer Tierklinik nach. Wenn du es explizit wünschst, lässt einer der TÄ sicher auch mit sich reden und gibt zumindest ein Antibiotikum. Es gibt auch Mittel, die helfen sollen, dass der Eiter abfließt - darüber könntet ihr beraten, wenn es erstmal keine OP sein soll. Wobei: Solange ein Tier im guten Zustand ist, sind die OP-Chancen natürlich auch am besten.

      Zur Narkoseerfahrung: Mein Hörnchen hat eine Kombi aus Inhalations- und Spritzennarkose (die sanfte, aber effektive Variante bei einer OP) und viele reine Gasnarkosen einwandfrei überstanden. Ansonsten hab ich mit Ratten x OPs mitgemacht, davon glaub ich nur zwei mit reiner Injektionsnarkose (die waren bis zum nächsten Tag platt, ansonsten sind sie sofort wieder auf den Beinen). Wenn man sich in der Hörnchenvilla umschaut, findet man viele Geschichten, wie die Narkose gut überstanden wurde (z. B. Erfolgreiche-Amputation-nach-Knochenkrebs-im-rechten-Hinterlauf, Beule-am-Unterbauch, bamse-im-krankenhaus). Aber man sollte nichts schönreden: Es gibt ein Restrisiko bei der Narkose - Einzelfälle, in denen das Tier nicht mehr aufwacht. Am kritischsten in eurem Fall wäre aber vermutlich die Infektionsgefahr danach. Wobei ich da auch schon viele Fälle mit Happy End gelesen habe, wo die Tiere alles gut überstanden haben und dann noch sehr alt geworden sind. Du solltest dich da nicht von der ollen TÄ abspeisen lassen von wegen nix tun, keine zeitlichen Angaben und nur Warten bis zum Ende.
      Liebe Grüße
      Chibi
      Die erste sagte direkt, das es wenig Sinn machen würde, eine OP zu probieren :(
      Und da ich keine Erfahrung damit habe, kann ich das schwer einschätzen. Die zweite TA war der gleichen Meinung...
      Und die erste TA arbeitet ja in der Tierklinik hier in Oldenburg... Wie schon gesagt, es ist ja DIE Tierklinik hier im Oldenburger Land :/

      Ich werde nochmal darüber nachdenken, ich weiß nicht ob ich das wagen sollte, aber das andere ist ebenfalls ungewisses Warten, da hast du Recht.
      Achso, das klang so, als würde die Erste ne OP in Betracht ziehen. :/
      Ihr könnt nur alle Optionen durchgehen und euch dann für das kleinste Übel entscheiden. Und wenn es nirgendwo gute Aussichten gibt, dann kann man zumindest noch die vergleichsweise besten wählen. Also lange beraten, den Allgemeinzustand beurteilen und dann das kleinste Übel wählen. Es ist aber nicht in Ordnung, dass die TÄ nur alles als doof erklärt und dich da ohne AB wieder gehen lassen und nicht mal zu ner vergleichenden Bewertung bereit sind.
      Liebe Grüße
      Chibi
      Ne, dann hätte ich die OP ja auch viel eher in Betracht gezogen!
      Aber wenn mir die TA selbst sagt, das sie da kaum eine Chance sieht, macht das kaum Hoffnung..

      Fara hüpft nebenbei herum, sie entführt Nüsse und trippelt noch immer aufgeregt vor der Transportbox rum, mit der sie ja zum ersten Mal gereist ist.
      Ich habe jetzt nochmal eine ganze Reihe von Fällen mit Diagnose Gebärmutterentzündung bei Ratten durchgeguckt, genaugenommen 88, die gut dokumentiert waren oder zumindest halbwegs ordentlich zusammengefasst. Leider kommt oft von Threaderstellern keine Rückmeldung mehr, deswegen gibt es manchmal keine Auflösung - ärgerlich für alle Beteiligten. Repräsentativ ist es natürlich nicht, dafür sind es zu wenige und es ist ja auch eine andere Art. Ratten neigen definitiv häufiger zu Tumoren als Hörnchen und auch der Fortpflanzungszyklus ist anders. Alternativen zum Vergleich gibt es aber auch nicht, also... Vielleicht kann die Zusammenfassung trotzdem eine Entscheidungshilfe geben.

      Erfolgreiche OPs
      : 21
      davon möglichst schnell nach Diagnose operiert: 10
      nach vergeblichem Therapieversuch mit Medikamenten: 3
      (Rest unbekannt: 8 )
      bei mind. 4 Fällen hätte es keine Alternative gegeben (extrem starke Vergrößerung der Gebärmutter oder entartetes Gewebe)
      ein Fall geschlossene Entzündung

      Gestorben während OP: 8
      davon möglichst schnell nach Diagnose operiert: 1
      nach vergeblichem Therapieversuch mit Medikamenten: 5
      Rest unbekannt: 4
      wiederholter Ausbruch bei mind. 3
      bei mind. 2 Fällen hätte es keine Alternative gegeben (extrem vergrößerte Gebärmutter)
      bei einem Leberschädigung (ggf. durch Ausbreitung Entzündung)
      zweimal extrem späte Diagnose

      Gestorben wenige Tage bis Wochen nach OP: 8
      davon möglichst schnell nach Diagnose operiert: 1
      nach vergeblichem Therapieversuch mit Medikamenten: 3
      Rest unbekannt: 4
      einmal sehr späte Diagnose
      einmal Entzündung aufs Bauchfell übergegangen, deswegen eingeschläfert
      einmal Nebendiagnose Tumore und Atemwegserkrankung
      eine geschlossene Entzündung, nach OP aufgrund schlechten Zustands eingeschläfert

      Tatsächlich statt Entzündung vorliegende Tumore: 4
      (hierbei nicht enthalten: Fälle, in denen bereits von Anfang an Verdacht auf Tumor bestand)

      Medikamentös behandelt, kein neuer Ausbruch
      : 8

      Medikamentös behandelt, gestorben: 15
      davon 3 eingeschläfert, auch Nebenbefunde vorhanden
      eine geschlossene Gebärmutterentzündung, Ausbreitung bis zu motorischen Störungen

      Medikamentös beim ersten Ausbruch behandelt, Ausgang unbekannt: 8

      Medikamentös behandelt, später neuer Ausbruch: 15
      davon bei neuem Ausbruch verstorben: 8
      davon 2 eingeschläfert
      einmal sechs erneute Ausbrüche
      einmal bis zum Tod immer wieder aufgetreten
      oft nach einigen Wochen wiedergekommen, höchste angegebene Zeitspanne 8 Monate

      Ausgang unbekannt bei wiederholtem Ausbruch: 6

      Eingesetzte ABs (quasi ausnahmslos): Baytril (Standard), Tetracyclin, Chloromycetin, Marbocyl, Synulox, Resflor
      Schmerzmittel: Metacam
      Zusätzlich: Alizin (häufig)
      Bilder
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      Liebe Grüße
      Chibi
      Hast Du Dir eine Mühe gemacht...

      Hmmmm, würde bei mir auf die Alternative Op hinlaufen...
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Attila, das Streifenhörnchen.
      Außerdem 4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 0.1 Katze, 3.1 Kaninchen, 1.6 Wachteln, 2.0 Rennmäuse


      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Danke zurück für die lieben Kommentare . ^^ Ich hätte mich gefreut, wenn man eine hundertprozentige Aussage und Empfehlung daraus ziehen könnte, aber es bleibt wie so oft bei schwierigen Fällen bei einer Tendenz.

      Berrii, es ist auf jeden Fall gut, dass ihr alles in Betracht zieht. Wirklich ganz grundlegend war bei den vielen unterschiedlichen Fällen, dass Antibiotikum verabreicht wurde (bei medikamentöser Behandlung sowieso und auch nach einer OP meist noch zwei Wochen). Es wäre echt wichtig, dass Fara neben Metacam da noch ein gutes AB bekommt, egal wie ihr euch letztendlich entscheidet hinsichtlich der OP. Unsere Daumen sind natürlich weiter für die Kleine gedrückt. :)
      Liebe Grüße
      Chibi
      Ich danke euch allen auf jedenfall für eure Unterstützung :)
      Für den Moment haben wir uns entschieden mit der OP zu warten. Fara ist heute wieder ein Stückchen aktiver, das lässt mich zumindest positiv über ihren Zustand denken, sie springt rum, klettert und knabbert alles leckere an, was sie findet.

      Ich werde euch auf den Laufenden halten, wie es weitergeht!
      Fara geht es heute gut, ihr Bäuchlein ist zwar noch immer vergrößert, doch ist er nicht größer geworden. :)
      Sie hat die letzten Tage sehr viel rumgeturnt, hat Wollknäule zerpflückt und durch die Gegend gezogen und mir meine Stricknadeln gemobst.
      Vorhin hat sie viel mit ihrem großen Handtuch gekuschelt, irgendwo rein, woanders raus, quer durchgebuddelt :)
      Im Moment würde ich sagen, geht es ihr gut. Ich gebe ihr weiterhin täglich einen kleinen Tropfen von dem Metacam, den sie gerne nimmt. Ich hab versucht sie auf die Waage zu locken, mit mäßigem Erfolg :D
      Irgendwann hab ich sie mit ihrem Kuschelkissen draufgesetzt, dem Gewicht vom Kissen abgezogen würde sie grade ca. 137 Gramm wiegen...
      Es ist schon, dass die Kleine herumturnt. :) Aber wenn das Bäuchlein noch nicht wieder zurück auf normal ist, sollte sie ruhig weiter ihre Medizin kriegen. Und (auch wenn ich klinge wie ne kaputte Schallplatte) ein Antibiotikum.

      Das Gewicht von 137 g wäre für manche Hörnchen ziemlich hoch, es gibt aber auch große Hörnchen, für die das ganz normal ist. Eine Aussage ist eher der Verlauf über die Zeit. Dazu kann man das richtige Gewicht ganz gut darüber einschätzen, ob sich Speckröllchen abzeichnen bzw. ob die Wirbelsäule sich abzeichnet und das Horn eingefallen wirkt. Im Fall einer Gebärmutterentzündung kann durch die Vergrößerung der Gebärmutter und den ganzen Eiter noch viel Masse dazu kommen, weshalb man gar nicht mehr vom Wiegen auf den Ernährungszustand schließen kann. Der krasseste Fall, von dem ich gelesen habe, war eine 600-g-Ratte, die nach der OP noch 300 g wog. Ansonsten sind wohl 1/5 des Gesamtgewichts durch den vereiterten Uterus nicht ungewöhnlich.
      Liebe Grüße
      Chibi
      Ich finde sie ist schon ein großes Hörnchen, zumindest im Vergleich mit Streifie, dem verstorbenen Hörnchen meines Bruders. Der wog meist um die 108 Gramm. Fara hab ich ja vor dem Winter auch mal auf die Waage bekommen, da wog sie 124 Gramm - sie ist ein dickes, flauschiges Lieschen :)
      Ich wollte damit auch sagen, das ich sie nun immer wieder mal wiege, um genau das herauszufinden. Der Nussgeber des Hauses sagte vorhin, er findet das ihr Bauch ein bisschen zurück gegangen ist. Ich bin mir da nicht so sicher.
      Mal sehen, wie es nächste Woche ausschaut. :)
      Fara ist noch immer voll da, sie ist aktiv wie eh und je und wird immer zutraulicher :)
      Im Moment zweifle ich teils sogar die Diagnose an, denn es passiert nix mit unserem dicken Lieschen. Sie ist halt mollig, aber sie nimmt nicht wirklich sichtbar zu und macht Tag ein, Tag aus das, was Hörnchen eben so tun.
      Heute hat sie sich ausgiebig streicheln lassen und in der Sonne gebadet, anschließend hat sie ein riesiges Blatt Tonkarton unter die Lupe genommen. :)
      Sie trinkt und futtert gut, noch gebe ich ihr täglich den Tropfen Metacam, aber das Fläschen neigt sich langsam dem Ende zu.
      Werde wohl irgendwann nächste oder übernächste Woche Rüchsprache mit der TÄ halten, ich weiß nicht ob Fara weiterhin das Medi bekommen soll.