Hat Snuggles Schmerzen? Nein, denn sie wurde erlöst...

      Hat Snuggles Schmerzen? Nein, denn sie wurde erlöst...

      Hallo,

      wir haben ein dreijähriges Streifenhörnchenmädchen. Dass sie Momenten wieder ein der Paarungszeit ist und hin und wieder mal einen Tag lang zwitschert, wissen wir und wir kennen auch ihr Verhalten dabei. Heute hatten wir leider das gleiche Szenario wie schön wir ziemlich genau vier Wochen...

      Sie hat heute Morgen wieder angefangen nach einem Männchen zu rufen. Später hat sie allerdings begonnen sich zu krümmen und (so wie ich es erkennen und einschätzen kann) zu krampfen. Auch ist ihr Geschlecht stark angeschwollen und gerötet und sie leckt die ganze Zeit daran. Es macht den Eindruck, dass sie Schmerzen hat und sitzt nur still in der Ecke. Essen und Trinken tut sie allerdings normal.
      Einen Tierarzt haben wir (genau wie vor vier Wochen auch, aber heute allerdings einen anderen) natürlich auch sofort aufgesucht. Der konnte aber nicht wirklich etwas feststellen und hat uns ein Schmerzmittel für sie mitgegeben.
      Irgendwie scheint ihr das Mittel diesmal nicht zu helfen und sie wühlt wie verrückt in ihrem Nest herum und macht dabei diese leidenden Geräusche, die sie beim Krampfen macht.

      Ich habe auch schon mit einer sehr lieben Züchterin telefoniert, die mich etwas beruhigen konnte, als sie sagte, dass das geschwollene und rote Geschlecht während der Paarungszeit normal sei. Mir machen allerdings noch die Schmerzen sorgen...

      Hat vielleicht jemand eine Idee und kann mir sagen, was das sein könnte und wie ich ihr helfen kann?

      Schon mal vielen Dank im Voraus!!!
      Da Tiere, bezüglich ihrer Redseligkeit, etwas verstockt sind, ist es fast müßig darüber nachzudenken, ob sie uns über ihr Verhalten mitteilen können, ob sie Schmerzen haben. Das sind alles nur Vermutungen und Interpretationen von uns.
      Was aber zur Jahreszeit paßt, sie sind auf Partnersuche, und da ist es auch möglich, das wir den Eindruck haben, das Tier könne Schmerzen haben. Fakt ist aber auch, wir wissen es nicht. Schmerzmittel auf Verdacht zu verabreichen, ohne fundierte Diagnose, halte ich für falsch. :)
      Manchmal kann Tierliebe bedeuten, ganz auf ein Tier zu verzichten


      Es ist schwer, aus der Beschreibung was zu deuten.
      Paarungsbereitschaft kann sich durchaus unterschiedlich ausdrücken. Das Lecken macht Hetty auch und bei Brösel konnte ich ein ähnliches Verhalten beobachten.

      Vielleicht kannst du nächstes mal einen kleinen Film drehen.
      Liebe Grüße von Gela ( Brösel und Hetty RIP)

      Ich lerne gerne dazu und lasse mich überzeugen.
      Wenn die Argumente stimmen

      :hex: :strick:
      Vielen Dank für die schnelle Antwort.

      Ja, leider hat sie mir es ja nicht sagen können, ob sie wirklich Schmerzen hat. Das würde es viel einfacher machen.
      Ich habe nur den Eindruck, weil sie sich immer wieder krümmt und dabei leise brummelnde Geräusche macht. Es hört sich fast so an, als würde sie schlafen und dabei schlecht träumen.

      Ich bin auch kein Freund von Schmerzmitteln, aber ich möchte es auch nicht, dass sie vielleicht leidet...
      Ich finde, das klingt alles normal.
      Meine hat in der Pfeifzeit sogar schlechter gefressen als sonst und auch während des Fressens nicht aufgehört mit dem Pfeifen.
      Es hörte sich fast wie Schluckauf an und es wurde mit der Zeit auch heiserer. Sie konnte einem fast leid tun, die kleine Maus.
      Aber für Streifenhörnchen ist das nicht schlimm, denn dies ist ja eine instinktive Handlung. Sie denken nicht drüber nach ;)
      Wenn sie plötzliche, hektische Bewegungen machen und sich ruckartig Putzen, gehört auch dies zum normalen Verhaltensmuster. Schließlich sind sie sehr reinlich.
      Ich denke, dass Du Dir zu viele Sorgen machst.
      Bei Streifenhörnchen sind Schmerzen am ehesten durch ihr Verhalten, nicht durch Töne zu beobachten. Wenn sie nicht mehr klettern wollen, sich kaum putzen - die Körperpflege allgemein vernachlässigen -, trübe, müde Augen haben, usw. So etwas sind deutliche Krankheitsanzeichen.

      Kurz: Ich denke, bei Deiner Maus ist alles, wie es sein soll. :)
      Das ist aber traurig :(

      Leider ist es nicht möglich, aus der Ferne zu erkennen, ob dem Tier was fehlt. Ward ihr denn noch beim Tierarzt?

      Traurige Grüße
      Eva :troest:
      Schöne Grüße von Eva und Martin aus Köln :hallo:

      Sid April 2006 - August 2008† Manny August 2008 - Juni 2009† Gina Frühjahr 2005 - Oktober 2011†

      Wir waren am Donnerstag ja schon beim Tierarzt. Sie war zwar super zahm, aber anfassen, nein darauf hatte man nie Lust... Sie lies sich also leider nicht untersuchen und hat lieber das Untersuchungszimmer unter die Lupe genommen. Sie hat aber Schmerzmittel mitbekommen.

      Am Freitag hatte sich die ganze Sache aber noch verschlimmert. Nachdem wir zig Tierärzte in der Gegend abtelefoniert hatten und wir uns anhören lassen mussten, dass sie keine Hörnchen untersuchen oder die Sprechstunde erst abends wäre, sind wir irgendwann in einer Tierklinik gelandet. Nach eineinhalb Stunden im Wartezimmer sagte die Ärztin, noch ohne die kleine Maus zu begutachten, dass sie einschläfern würde, da sie eine OP sowieso nicht überleben würde. Sie hat ihr lieber zwei riesige Spritzen in ihren kleinen Kuschelpo gejagt. Allerdings wurde noch ein Tumor diagnostiziert, der sich vor den Darmausgang gedrückt hat.

      Zu Hause angekommen ging es ihr immer schlechter und sie mochte weder essen noch trinken. In der Nacht zum Samstag haben wir den Tierarzt von Donnerstag wieder kontaktiert, weil sie vor lauter Jammern nicht schlafen konnte. Er hielt am Telefon einen Tumor für Unfug und hat eher auf eine schlimme Verstopfung getippt. Also sind wir gleich am Samstagmittag zu dem Tierarzt. Mittlerweile war Snuggles auch so schwach, dass sie ohne Probleme untersucht werden konnte. Bei dem Versuch den dicken Köttel zu entfernen, der beim Untersuchen sichtbar wurde, hat sich ihre eigene Blase aus ihr herausgeschoben. Die hatte mittlerweile die Größe einer Kirsche und hat dafür gesorgt, dass sie weder Pipi noch kötteln konnte. Leider ist Snuggles dabei dann verstorben. Sie hat es einfach nicht mehr aushalten können. Sie muss so unfassbar schlimme Schmerzen gehabt haben.

      Der Tumor, den die Ärztin also festgestellt hatte, war also kein Tumor, sondern die mehr als übervolle Blase. Durch diese Inkompetenz hätte man der Maus so viel Leid ersparen können... Zumal ihr die Kochsalzlösung aus den Spritzen sicher noch ihr übriges getan haben.

      Sie tut mir so schrecklich leid. Das einzige, was mich tröstet ist die Gewissheit, dass es ihr nun besser geht, da, wo sie nun ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Snuggles“ ()

      Wenn ich das so lese, tut mir das noch mehr leid :(

      Es ist so schade, dass es in manchen Gegenden so wenig kompetente Tierärzte für Hörnchen gibt. Leider konnte ich nicht sehen, wo du wohnst.
      Schöne Grüße von Eva und Martin aus Köln :hallo:

      Sid April 2006 - August 2008† Manny August 2008 - Juni 2009† Gina Frühjahr 2005 - Oktober 2011†

      Das, was sie durchmachen musste, ist für uns alle nicht vorstellbar, glaube ich. Sie hat unerträgliches erleiden müssen.
      Sie war so ein herzensgutes und dankbares Hörnchen. Ab dem ersten Tag bei uns kannte sie keine Angst. Ich hoffe so sehr, dass sie diese Tortur mit den ganzen Ärzten nicht als Vertrauensmissbrauch angesehen hat und wusste, dass wir ihr nur helfen wollten. Ich mache mir richtige Vorwürfe, dass wir ihr das alles antun mussten.... Man, jetzt heule ich schon wieder...

      Sie hat das nicht verdient!!!

      Wir kommen übrigens aus Einbeck in Südniedersachsen...
      Das tut mir sehr weh, das zu lesen.
      Wie schlimm für die kleine Maus.
      Bitte macht Euch keine Vorwürfe, ihr könnt nichts dafür.
      Mein Mitgefühl habt ihr ganz dolle. Es tut mir sehr leid für Snuggles.
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Sam, das Streifenhörnchen.
      Außerdem 4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 2.0 Kater, 3.1 Kaninchen, 0.2 Wachteln, 2.0 Rennmäuse


      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Hallo Snuggles
      das tut mir aufrichtig leid ;( es ist auch so das diese Wildtiere bis zu Letzt alles verbergen. Das ist ihrem Instinkt geschuldet, schließlich fallen schwache und kranke Tiere ihren Fressfeinden zum Opfer. Du hast definitiv nichts falsch gemacht, schon allein das du bemerkt hast, das etwas nicht stimmt, spricht für dich als ein verantwortungsvoller Halter. Es zeigt auch, das jeder sein Tier am besten beurteilen kann, zumindest , wenn er sich entsprechend verhält und kümmert.
      Fühl dich hier , bei allem, verstanden.

      Komm gut rüber, Snuggles.........
      Manchmal kann Tierliebe bedeuten, ganz auf ein Tier zu verzichten


      Es tut mir auch wahnsinnig leid! ;( Es bricht einem das Herz, wenn man sowas liest.
      Ihr habt getan, was ihr konntet und wolltet nur das Beste für die kleine Maus. Das dürft ihr nie in Frage stellen.

      Dort wo sie nun ist, geht es ihr viel besser und sie wird in Liebe an euch zurück denken.


      Und zum Thema TA:
      Man ist wirklich deren Urteilsvermögen ausgeliefert.
      Als es meinem Koki letzten Sommer schlecht ging, meinte meine TÄ er hätte sich ein Bein gebrochen oder das Gelenk ausgerenkt. Die Kleintierklinik in Göttingen hat ihn dann geröntgt und sie haben von einem Beinbruch gesprochen.
      Ich bin daraufhin in die Tierärztliche Hochschule Hannover und dort haben sie ihn gründlich untersucht. Dort haben festgestellt, dass beide Hinterbeine und die Hüfte gebrochen waren und dann noch wenige Wochen später, dass er eine Knochenkrankheit hatte. So sehr haben sich die Diagnosen unterschieden. Haben die ersten beiden noch Hoffnung gemacht, war die letzte leider fatal - aber immerhin korrekt.
      Falls ihr euch also entschließen solltet nochmal ein Hörnchen bei euch aufzunehmen und dann sollte wieder etwas sein, kann ich euch nur empfehlen nach Hannover zu fahren. Das würde ich mit meinem Murkel auch wieder machen, wenn er was haben sollte. Alles andere macht hier in Südniedersachsen leider keinen Sinn.
      "On a sailing ship to nowhere, leaving any place..."
      (Yes)
      Da ist mir wirklich heiß und kalt geworden beim Lesen! So furchtbar!
      Aber das Wichtigste ist jetzt, das Snuggels es überstanden hat und keine Schmerzen mehr leiden muss.

      Ihr habt natürlich vollkommen richtig gehandelt, als ihr mit der kleinen Maus zum Tierarzt seid und auch nach dem ersten Missgriff nicht aufgegeben habt.
      Wir als die Halter kennen unsere Kleinen und wachen mit Argusaugen über jede kleine Veränderung. Die sich häufig ändernden Verhaltensweisen gerade bei Hörnchen machen es einem nicht unbedingt leichter, gut von böse zu unterscheiden. Zum Glück ist es ja meistens Fehlalarm. Manchmal leider auch nicht, und dann gehört eine große Portion Glück dazu, damit es gut ausgeht.

      Ihr habt euer Wissen mit uns geteilt. Vielleicht ereignet sich irgendwann mal etwas ähnliches bei einem von unseren Hörnchen, aber dann erinnern wir uns und können hoffentlich gezielter helfen (lassen).
      Das tröstet euch jetzt bestimmt gar nicht, aber vielleicht ist es irgendwann unterm Strich ein schöner Gedanke.

      Alles Liebe & fühlt euch gedrückt!
      Olivia mit Käthe