Juckreiz und Fellverlust

      Juckreiz und Fellverlust

      Hallo zusammen :) Mein kleiner leidet seit letztem Jahr Januar unter Fellausfall und Juckreiz. Am Anfang ist mir das vermehrte Kratzen garnicht so aufgefallen. Ich war nun schon bei 3 Tierärzten. Der erste hat ohne große Untersuchung einfach ein Spot on gegen Milben benutzt, der zweite hat eine Allergie vermutet und ich hab die ganze Ernährung umgestellt. Die dritte hat mir ein Mittel gegen juckreiz mitgegeben zur oralen Einnahme. Die letzten beiden Tierärzte haben beide gesagt das es nicht nach einem Parasiten aussieht. Es ist weder blutig noch sonst irgendetwas zu sehen.
      Einen Test auf Pilzbefall habe ich auch machen lassen, aber der war auch negativ. Der kleine war zwischendurch fast nackt. Jetzt über den Winter ist das Fell wieder etwas nachgewachsen, vermutlich weil er sich ja weniger gekratzt hat beim schlafen.
      Ich selber habe schon Kamillentee probiert, Vitamintropfen bzw Grapefruitkernextrakt und kollodiales Silber. Das mit dem Silber hatte ich mal irgendwo gelesen. Er ist jetzt aus dem Winterschlaf erwacht und kratzt natürlich wieder fleißig. Merkmale sind das es symmetrisch ist. Also immer links und rechts die selben Stellen. Ich hatte mal gelesen das Hörnchen eine Art Hormonstörung haben können.
      Ich schau mir den kleinen natürlich regelmäßig genauer an und ich bin der Meinung er hat evtl auch trockene Haut. Hat evtl jemand eine Idee wie ich den juckreiz lindern könnte? Er ist sonst top fit. Mittlerweile ist er ca 1 1/2 Jahre alt und männlich.
      Es wäre gut, wenn du vielleicht ein wenig über die Haltungsbedingungen zu Hause schreibst. Was benutzt du als Nistmaterial, a l s Futter, als Einstreu,...
      Dann kann man evtl. Ideen ansetzen.

      Ich denke mal, dass er Umgebungsparasiten hat oder Pilze oder Schimmel im Nistmaterial oder allergisch auf Heu etc. reagiert

      Ansonsten ist meine Erfahrung mit Pilzinfektioben leider so, dass sie schon mehrfach nicht diagnostiziert wurden, unlängst gerade beim Hund meiner Mutter, der sehr alt ist und ein schlechtes Immunsystem hat. (Davor schon bei Alpaka, Kaninchen und meinem Sohn)

      Ich habe mehrfach Tiere schon einfach mit Imaverol gewaschen (und auch meinen Sohn... ;) ) und hatte Erfolg, obwohl Pilzabstriche negativ waren.

      Was man bei Streifis verwenden könnte, weiß ich jedoch nicht.

      Ich gehe jedoch davon aus, wenn die Haut nicht schuppt oder wund ist, dass es kein Pilz ist.
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Sam, das Streifenhörnchen.
      Außerdem 4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 2.0 Kater, 3.1 Kaninchen, 0.2 Wachteln, 2.0 Rennmäuse


      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Das ist schon heftig. Aber ich würde auch einfach ausprobieren.Streu wechseln - auf keinen Fall Heu verwenden- Häuschen+Voli gründlich säubern und jetzt zum Fellwechsel Grapefruitkernextrakt mit in das Trinkwasser geben.
      Ich wünsche dem kleinen gute Besserung und drücke ihm die Daumen. :)
      LG, Luise

      Das Glück verlässt uns nicht, es verreist nur ab und zu ^^
      Also als Einstreu nutze ich Papierstreu was er auch als Nistmaterial nutzt. Da ich allergisch bin auf manche Sachen wach es die staubfreie Variante. Zum buddeln hat er Kokosfasererde, was er dann aber eher als Klo genutzt hat.
      Als Futter gebe ich seit Anfang an eine fertige Mischung für Streifenhörnchen plus Nüsse und Obst.Aber da habe ich auch mal einiges weggelassen und gewechselt nachdem der Tierarzt eine Allergie vermutet hatte. Aber es ist ja quasi erst nach ca 3-4 Monaten aufgetreten.
      Grapefruitkernextrakt gebe ich regelmäßig aller paar Wochen mit ins Wasser, ergab aber leider keine Besserung :/
      Hmmm...
      Da seh ich jetzt keinen Ansatzpunkt...

      Was für Häuschen hast du?

      Schaust du die ab und zu von innen an?
      Hast du mal das Nistmaterial weggenommen und geschaut, ob da was krabbelt?
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Sam, das Streifenhörnchen.
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      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Ich mach das Haus immer mal sauber. Gerade jetzt nach dem Winter liegt das Futter bis unter die Decke. Hab ganz normale Holz Häuschen wovon er nur eins nutzt. Sonst nutzt er noch die Hängematte und sein Hamsterbett. Dort krabbelt aber auch nichts. Hab schon überlegt ob ich das waschen kann oder einfach austauschen. Dort liegen halt sehr viele Haare drin. Aber die Sachen sind eben auch seit Anfang an drin, bis auf das Hamsterbett.
      Danke dir :) ich werde auf alle Fälle nochmal einen Tierarzt aufsuchen. Ich will ihm nur so wenig wie möglich Stress aussetzen. Vielleicht kann der Tierarzt irgendwie Proben nehmen ohne das wir ihn unter Narkose legen müssen. Normalerweise ist mein kleiner immer recht tapfer. Und Narkosen überleben die meisten ja leider nicht :(
      Hallo,

      Haarlinge sieht man sogar mit bloßem Auge ( wenn die Augen nicht so gut sind, dann mit eine Lupe ). Sie sitzen direkt am Tier und am meisten in seinem bevorzugten Häuschen.
      Wie Flitzi schrieb kann man einen einfachen Test auch mit einem Tesa machen, da sie dran kleben bleiben. Man kann diese Probe auch gut zum TA mitnehmen, wenn man sich unsicher ist, was man dort "festgeklebt" hat.
      Es gibt leider verschiedene Arten von Milben & anderen Parasiten. So z.Bsp. auch Grabmilben, welche dann in der Haut sitzen und nicht obendrauf.
      Außerdem kann es sein, dass das Hörnchen Würmer, oder andere innere Parasiten hat, welche auch Juckreiz verursachen können.

      Du kannst also mit Deinem TA telefonisch klären, ob er auch Kotuntersuchungen macht, wo Du dann Kotproben gleich mitbringen könntest, wenn Du das nächste Mal hingehst.
      Bei Verdacht auf Grabmilben müsste er ein Hautgeschabsel machen, aber das weiß er.

      Und damit zur Narkose: Heutzutage verwenden die meisten Kleintierärzte Gasnarkose, welche das Narkoserisiko drastisch senkt.
      Da wird nichts mehr injiziert, was bei so einem kleinen Organismus, wie bei einem Hörnchen, schon mal überdosiert sein konnte & auch nicht rückgängig zu machen war.

      Kannst Du also auch gleich am Telefon fragen, ob er Gasnarkose bei Kleintieren macht.

      Manche Hörnchen hier werden regelmäßig damit betäubt, weil sie die Zähne gekürzt bekommen. Es ist also schon gut - auch an Hörnchen - erprobt & den Kleinen geht es gut. :)
      In unserem Forum hatten wir das Thema Haarausfall auch schon öfter. Wenn Du oben rechts, die Suchfunktion nutzt, wirst Du so einiges finden.
      Achte aber auch auf die Erstellung des Beitrages. Auch in der Tiermedizin ist jetzt viel mehr möglich.

      Alles Gute für Dein Hörnchen. :)
      Danke für die ausführliche Antwort. Also krabbeln habe ich noch nie etwas gesehen.Ich guck mir den kleinen ja öfter genauer an und hab ihn auch mal auf der Hand.
      Ich glaube hier bei uns bietet kein Tierarzt Gasnarkose an und die meisten trauen sich auch nicht an Hörnchen ran, da sich keiner damit auskennt :/ Nur einer wusste das die Tiere auch sehr nachtragend sind und wollte ihm auch nicht irgendwas geben ohne zu wissen was er hat. Im Gegensatz zu den anderen Tierärzten hier.
      So ein Hautgeschabsel kann man ja sicher nicht ohne Narkose entnehmen :(
      Hallo Kleene,

      Da die meisten Tierärzte mittlerweile auf Gasnarkose umgerüstet haben, würde es mich wundern, wenn es keinen in deiner Nähe gäbe. Probier es mal bei einer Tierklinik. Dass sich die Tierärzte nicht an die Hörnchen heranwagen (und das oft aus gutem Grund - die stehen nämlich leider gar nicht auf dem Lehrplan), ist wahrscheinlich das größere Problem...

      Wie immer ist eine Ferndiagnose schwierig. Aber einige Anhaltspunkte gibt es schon, die dich auch auf deinen - wohl unvermeidbaren - nächsten Tierarztbesuch vorbereiten können:

      Um welche Körperstellen handelt es sich denn genau, bzw. wo fängt es an? Ist auch der Kopf betroffen? Welches Spot-On-Präparat wurde denn damals verabreicht? Hat sich danach irgendetwas - wenn auch nur vorübergehend - geändert? Falls es, wie die meisten Spot-Ons, ein Breitband-Antiparasitikum (z.B. Selamectin) war, bekämpft das eine ganze Menge, also auch Haarlinge und viele Wurmarten.
      Der Haarbalgmilbenbefall (Demodex sp. - Demodikose) kann in einigen Fällen auch so aussehen, wie du beschreibst, benötigt jedoch eine intensivere und längerwierige Therapie, die trotz allem leider manchmal nicht zielführend ist. Da die Medikamente auch ziemlich belastend sind für den Körper, sollte so eine Eradikationstherapie nur nach sicherer Diagnose - d.h. einem Hautgeschabsel - vorgenommen werden.
      Bei symmetrischen Hautveränderungen denke ich sofort an eine hormonelle Störung. Der Juckreiz ist dafür nicht ganz so typisch, kommt aber durchaus vor. Hat dein Hörnchen mal Cortison bekommen? Wenn ja, einmal oder über längere Zeit? Hat sich währenddessen und auch danach irgendetwas verändert?
      Zu guter letzt die Allergien. Die sind eher eine Ausschlussdiagnose, d.h. erst nach Ausschluss von allen sicher diagnostizierbaren Erkrankungen geht man von einer Allergie aus. Verändert sich saisonal (abgesehen von der Winterruhe) irgendetwas am Erscheinungsbild? Da den Auslöser zu finden kann enorm schwierig sein, denn neben Futtermitteln können es eben auch Kontaktallergene (Pollen, Staub, Desinfektions-/ Waschmittel,...) etc. sein. Gibt es denn etwas, was du verändert hast und was zeitlich ungefähr mit dem Beginn der Symptomatik zusammenfällt?

      Der Juckreiz scheint nicht zu stark zu sein, sonst würde er sich blutig kratzen. Nichtsdestotrotz ist ständiger Juckreiz und der von dir beschriebene fast komplette Fellverlust meiner Meinung nach ein ziemlich hoher Leidensdruck. Das muss man das mit den Risiken und Unannehmlichkeiten einer umfangreicheren Diagnostik (inkl. Narkose) und Behandlung abwägen. Ich hoffe sehr, du findest jemanden Hörnchen- oder zumindest Nagerkompetenten in deiner Gegend, der dir und deinem Kleinen helfen kann!

      Ich drücke euch die Daumen!

      Liebe Grüße,
      Valerie
      Wow, was eine kompetente Antwort!
      =O
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Sam, das Streifenhörnchen.
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      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Das macht es nicht weniger beeindruckend.
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Sam, das Streifenhörnchen.
      Außerdem 4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 2.0 Kater, 3.1 Kaninchen, 0.2 Wachteln, 2.0 Rennmäuse


      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Hallo V.ALLENDORF. Danke erstmal für deine ausführliche Antwort. Ich werde versuchen alles zu beantworten. :)
      Die Tierklinik hier hat leider keinen guten Ruf und ich hab leider auch nicht die besten Erfahrungen gemacht. Ansonsten gibt es hier eher normale Tierarztpraxen.

      Also es ging an der Nase los bzw seitlich an der Schnauze, dann der komplette Kopf, dann die Seiten über den Beinchen inklusive Beine, jeweils vorn und hinten, dann kam der Rücken und Bauch und zum Schluss das poloch und schwanzansatz. Also es war wirklich immer symmetrisch. Es hat sozusagen immer die gegenüber liegende Seite mit betroffen.
      Den Name von dem Spot on weiß ich leider nicht. Es wurde auch nur einmal gegeben. Ich habe freiwillig gesagt es macht keinen Sinn, da der Tierarzt den kleinen garnicht richtig untersucht hat. Weder Abstrich noch sonstiges wurde gemacht. Der kleine war nach dem Besuch total traumatisiert, da der Tierarzt ihn festgehalten hat um ihm das ganze auf den Rücken zu geben. Ich sollte jede Woche hinkommen und natürlich hat Cookie keine anstalten gemacht sich irgendwie wieder anfassen zu lassen. Daher wollte ich ihm das ganze ersparen. Da auch kein Hinweis zu sehen war das es Milben sind. Ich wollte ihn nicht dem Stress aussetzen, nur auf gut Glück.
      Die anderen Tierärzte haben sich das ganze wenigstens genauer angeschaut und meinten auch Milben oder Parasiten sind es wahrscheinlich nicht. Zumindest nichts sichtbares, da die Haut normal rosa ist und nicht wund oder blutig.

      Cortison hat er bisher nicht bekommen. Da geht nämlich das Theater wieder los. Er müsste Spritzen bekommen und der eine Tierarzt wusste nicht wie er es dosieren soll. Er meinte auch das Cookie uns das wahrscheinlich sehr übel nehmen würde, wenn wir ihn mehrfach spritzen müssen. Ich weiß ja nicht ob es eine andere Möglichkeit gibt Cortison zu verabreichen? :/


      Verändert habe ich nichts, weder Futter, noch streu. Auch in der Wohnung habe ich nichts verändert.
      Das einzige was ich in der Zeit neu hatte war die Kokosfasererde. Ich kann mich aber nicht genau erinnern ob er vorher schon die erste kahle Stelle hatte. Da Cookie die Erde aber eher als Toilette genutzt hat, habe ich sie recht schnell wieder entfernt. Heißt seitdem hatte er keinen Kontakt mehr zu der Erde.

      Ich bin wirklich ratlos. Das Fell ist jetzt über den Winter wieder etwas nachgewachsen, bis auf den Kopf und die Seiten über den Beinen. Und es ist mittlerweile grau. Vorher war er eher Naturfarben bis braun.

      Das Bild ist ein aktuelles