Hörnchen und Katze?

      Hörnchen und Katze?

      Wie ich schon geschrieben habe, bin ich neu hier und habe eine Frage.
      Meine Tochter wünscht sich zum Geburtstag ein Streifenhörnchen. Wir haben schon eine Katze, die wir sehr mögen, doch Tochters Freundin hat ein Hörnchen geschenkt bekommen und jetzt hat unsere kleine keine Ruhe. Würde es sehr schwer sein Katze und Hörnchen zusammen zu halten?
      Willkommen im Forum
      schön das du dich dahingehend vorher informierst. Da Hörnchen, in der Nahrungskette, unter den Katzen einzuordnen sind, und somit zu den Beutetieren gehören, rate ich von gleichzeitiger Haltung ab. Auch hier im Forum gibt es Beispiele, die sprichwörtlich für eine satte Katze geführt haben. Selbst wenn die Tiere sich nicht direkt begegnen, kann es allein durch Geruch zu Stress führen, sowohl für Katze, als auch für das Hörnchen. Von daher, kein Hörnchen mit Katze.

      ein Beispiel dazu
      de.sputniknews.com/videoklub/2…ernchen-freilassen-kater/

      und die Halter standen daneben...
      Manchmal kann Tierliebe bedeuten, ganz auf ein Tier zu verzichten


      PWir haben zwei Kater und ein Hörnchen, das meinem Sohn gehört und in seinem Zimmer seine Voliere hat.
      Unser Haus ist groß und die Kater haben genug Platz in anderen Zimmern und draußen.
      Sicher kommen sie auch mal in Tilmans Zimmer, auch wenn wir es möglichst vermeiden und wenn wir nicht da sind immer die Tür zum Zimmer zu machen.
      Sam zeigt keine Angst und geht in der Voliere seinen ganz normalen Hörnchengeschäften nach, wenn sie im Raum sind. Das tut er z.B. nicht, wenn ein fremder Mensch im Raum ist! So schlimm kann der Stress für ihn bei uns also nicht sein.
      Wir kommen also ganz gut klar.
      Ich denke, es kommt ein wenig auf die Umstände an.

      Was mich stutzig macht ist die Tatsache, dass das Kind ein Hörnchen haben will, weil eine Freundin eins hat.
      Die Motivation gefällt mir nicht so.
      Morgen ist es ein Pony, übermorgen ein Alpaka...
      Ein Tier muss zum Menschen passen. Gerade Hörnchen sind evtl. schwierig und distanziert.
      Ein Hörnchen ist m.E. erst ab 12 geeignet.

      Wie wäre es statt dessen mit einer eigenen Katze? Katzen sind kuschelig und auch gern zu zweit.
      Liebe Grüße von Wiltrud!

      Bei uns leben: Adahe und Mojak, die Rothörnchen und Sam, das Streifenhörnchen.
      Außerdem 4.0 Alpakas, 2.0 Lamas, 2.0 Kater, 3.1 Kaninchen, 0.2 Wachteln, 2.0 Rennmäuse


      Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
      und niemand ginge, einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.
      (Kurt Marti)
      Die Motivation finde ich auch eher bedenklich sich ein Streifenhörnchen zuzulegen., nur weil die Freundin eins hat.
      Streifenhörnchen brauchen eine besondere Pflege und sind sowieso nicht für jeden etwas, da es nunmal keine Kuscheltiere sind oder welche mit denen man spielen kann.
      Wie alt ist denn deine Tochter, wenn ich fragen darf?

      Ansonsten: In einer Wohnung würde ich auch sagen, dass Katze und Hörnchen nicht zusammen leben sollen. Da ist einfach kein wirklicher Abstand zu ermöglichen und dann kann schnell was schief gehen oder das Hörnchen ständig gestresst sein, In einem großen Haus kann es gehen, dann muss man aber auch wirklich aufpassen. Dann darf die Katze gar nicht in das Zimmer des Hörnchens. Und man muss wirklich aufpassen, dass die Zimmertür immer geschlossen ist.
      Es kommt auch auf den Charakter der Katze an. Und am Ende dann auch auf den des Hörnchens. Hat man nämlich ein ängstliches Exemplar, dann kann auch in einem Haus so eine Katze einschüchternd wirken.

      Vielleicht solltet ihr über das Streifenhörnchen noch nachdenken und euch hier schlau lesen. Vor allem auch eure Tochter, ob die Erwartungen mit der Realität übereinstimmen werden.
      Und ich kann mich Thalpaka nur anschließen: Vielleicht wäre doch eine zweite eigene Katze geeigneter, da die ja auch gerne Gesellschaft haben.
      "On a sailing ship to nowhere, leaving any place..."
      (Yes)
      Hallo,

      ich mag nur auf die eigentliche Frage antworten und nichts zur Erziehung sagen (oder doch? Tiere sind immer gut. Und Verantwortung lernt man doch am besten dann, wenn es auch weh tut - also wenn man das Streifi dann an der Backe hat, obwohl man keine Lust mehr hat. Ewig von einem hochfantasierten Tierchen zu träumen, dass in den Träumen natürlich nie stinkt, nie Arbeit macht, nie Dinge kaputt nagt, nie krank wird, nie stirbt ... das ist einfach. Und selbst wenn dann die Eltern den Job übernehmen - dann ist man Vorbild, wie es richtig geht - und das ist dann parat, wenn sie Mitte 20 sind. Das lernt das Kind nicht vom Träumen. Passt schon - zum Glück darf man ja selber entscheiden.)

      Aber zu der Mietzen-Diskussion:
      Also wir hatten immer reichlich Katzen (idR 4-5 + Nachbarskatzen) und haben alle mögliche an Nagern "durch" (bei Kindern Mitte 20 konnten etliche an ein langes Lebensende kommen).
      Meine Erfahrung - IMMER vorausgesetzt, wir reden davon, dass Katzen und Nager NIE im Freilauf zusammen sind!!! Immer das Käfiggitter dazwischen!):
      • Mäuse: no go!!! Das macht die Katzen kirre und sie versuchen WIRKLICH in den Käfig zu kommen!
      • Ratten, Degus, Streifis, Baumis: super. Das ist Katzenkino. Ja, die Katzen batschen auch mal gegen den Käfig - Verletzte gab es dabei nie - bzw doch: eine Ratte hat mal unseren Kater verletzt (ja, wirklich so herum!). Tatsächlich hat dieser Ratterich es aus dem Käfig heraus geschafft, dass unser Big-Bog-Obermotz-Kater sich getrollt hat, wenn dr ans Gitter sprang. Der Ratterich wohlbemerkt - nicht der Kater!

        Die Nager hüpfen weg, falls sie sich erschrecken, nie hat sich eine Scheuheit entwickelt. Wir hatten bei den Ratten und dem normalen Burunduk sogar die Situation, dass beide Seiten die Intervention genommen haben. Beide Nagerarten sind auch Jäger. Zumindest mit unserem Streifi konnten wir mit der (behandschuhten Hand!) spielen wie mit einer Katze. Als er dann in der Außenvoliere war, hat er sich mit unserer einen Katze zusammengetan. Sie haben regelmäßig gegenseitig Fangen gespielt am Gitter. Das war bezaubernd.

        Die Baumis, die wir jetzt haben, sind anders. Die springen nur weg, aber kommen dann auch schnell wieder. Wichtig wird sein, dass sie genug Raum haben, um wirklich in subjektive Sicherheit zu springen!!
        Würdet ihr ja merken, wenn das Tier sich nicht mehr aus dem Häuschen traut.

        Mag alles sehr individuell auch vom Charakter und der Paarung der Tiere abhängen. Zumindest war es auch Ablenkung (= Beschäftigung für beide Seiten)

        Da Degus und Streifi irgendwann in einer großen Außenvoliere waren, war das Kino für die halbe Nachbarschaft geöffnet. Es waren ständig Katzen irgendwo am Gitter. Das hat nicht gestört.

      • Meeries und Kaninchen interessieren die Katzen nur mäßig - zu groß. Die Meeries durften tatsächlich gitterfrei, der Gartenzaun war die Grenze, bei uns "den Rasen mähen" (haben sie sehr gut gemacht! :D ) - ab und an hatte eine Katze mal ihre 5 Minuten und hat sie mal ein wenig gescheucht - so wie wir Menschen vielleicht in einem bösen Moment mal Tauben aufscheuchen. Kein wirklicher Angriff. Hat dem allgemeinen Frieden keinen Abbruch getan. Der Marder sah das anders - der hat leider zugeschlagen und ist ins Gehege eingebrochen, das Nachts geschlossen war ;( . Das war schlimm. Aber nein, die Katzen sind nicht das Problem. Außer bei Mäusen.

      Also kurzum - unsere Erfahrung in den letzten mehr als 15 Jahren mit Katzen und Nager ist bis auf die Mäuse rundherum positiv,. Genug Platz für jeden Beteiligten würde ich aber voraussetzen.
      Und bei der Anschaffung sollte damit gerechnet werden, dass IM ZWEIFEL, die Katze Zimmerverbot bekommen muss, falls es sich nicht so entwickelt wie erhofft.

      Zu guter Letzt - Rat an werdende Streifi-Eltern: PLATZ PLATZ PLATZ PLATZ!!!!!! :thumbsup:

      Flitzi schrieb:

      Willkommen im Forum
      schön das du dich dahingehend vorher informierst. Da Hörnchen, in der Nahrungskette, unter den Katzen einzuordnen sind, und somit zu den Beutetieren gehören, rate ich von gleichzeitiger Haltung ab. Auch hier im Forum gibt es Beispiele, die sprichwörtlich für eine satte Katze geführt haben. Selbst wenn die Tiere sich nicht direkt begegnen, kann es allein durch Geruch zu Stress führen, sowohl für Katze, als auch für das Hörnchen. Von daher, kein Hörnchen mit Katze.

      ein Beispiel dazu
      de.sputniknews.com/videoklub/2…ernchen-freilassen-kater/

      und die Halter standen daneben...



      Grausame Geschichte... Danke für die Info!

      Thalpaka schrieb:


      Ich denke, es kommt ein wenig auf die Umstände an.

      Was mich stutzig macht ist die Tatsache, dass das Kind ein Hörnchen haben will, weil eine Freundin eins hat.
      Die Motivation gefällt mir nicht so.
      Morgen ist es ein Pony, übermorgen ein Alpaka...
      Ein Tier muss zum Menschen passen. Gerade Hörnchen sind evtl. schwierig und distanziert.

      Da hast Du komplett Recht. Das finde ich auch. Doch andere Familiemitglieder wollen die Tochter glücklich und zufrieden machen. Weiß nicht, was hier zu tun ist.
      Hallo zusammen! Vieeln Dank für eure Antworten. Ihr habt nicht nur meine Frage beantwortet, sondern auch das Erziehungsproblem bemerkt. Meine Tochter ist wirklich ein bisschen verwöhnt. Deswegen weiß ich nicht, was hier zu tun ist. Der GT naht und sie will nichts über andere Geschenke, als Hörnchen hören.
      Hallo zusammen,

      Danke Ihnen für Information und Tipps. Wir haben ähnliche Situation, wir haben gerade 2 Kater und mein Sohn möchte auch Hörnchen zum Geburtstag. Ich war dagegen und jetzt sehe ich das es eine richteige Entscheidung war.
      Um ein kreatives Leben zu leben, müssen wir die Angst davor verlieren, Fehler zu machen.